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01Politik

ADAC unter Beschuss: Die erste Serviceplan-Kampagne

Der ADAC sieht sich einer neuen Werbekampagne ausgesetzt, die seine Rolle im Straßenverkehr hinterfragt. Die Serviceplan-Kampagne zeigt, wie sich die Wahrnehmung des Auto Clubs wandelt.

Sophie Weber13. Juni 20261 Min. Lesezeit

Der ADAC, Deutschlands größter Automobilclub, wird derzeit von einer neuen Kampagne der Agentur Serviceplan in die Zange genommen. Ziel ist es, die Rolle des Clubs im Kontext des sich verändernden Mobilitätsmarktes und der Umweltdebatte zu hinterfragen. Die Kampagne, die sich nicht nur an Autofahrer, sondern auch an umweltbewusste Bürger richtet, könnte durchaus als provokant bezeichnet werden. Anstatt das traditionelle Bild des ADAC als unerschütterlichen Begleiter auf der Straße zu stärken, wird der Club als mehrdimensionaler Akteur dargestellt, der sich den Herausforderungen der Zeit stellt. Einige mögen sich vielleicht an die Frage klammern, ob der ADAC dazu überhaupt in der Lage ist.

Die Werbestrategie ist dabei alles andere als subtil. In einer Zeit, in der viele Menschen über alternative Mobilitätskonzepte nachdenken, schickt sich die Kampagne an, die Vorstellungen vom Autofahren und den damit verbundenen Werten zu dekonstruieren. Dabei wird der klassische ADAC-Image als Retter in der Not von einem neuen, kritischeren Blickwinkel beleuchtet. Fragen des Umweltschutzes, der Verkehrspolitik und der urbanen Mobilität stehen im Fokus. Die Agentur Serviceplan hat sich damit einer Aufgabe angenommen, die sowohl herausfordernd als auch riskant ist – immerhin ist der ADAC traditionell für seine Auto-fixierte Mentalität bekannt. Diese neue Initiative könnte die Wahrnehmung des Clubs jedoch damit revolutionieren, dass sie ihn als wesentlichen Spieler in der Debatte über die Zukunft des Verkehrs positioniert.

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